Elektrisch
Nissan Leaf überrascht mit einer für Elektroautos bislang ungewohnten Optik. Die Karosserie wurde auf Aerodynamik optimiert, um die Reichweite zu maximieren und zugleich die Windgeräusche eines Fahrzeugs mit so gut wie lautlosem Antrieb zu minimieren. Der Name Leaf wiederum ist höchst symbolisch, wie Nissan erklärt: Wie Blätter die Luft in der Natur reinigen, soll Nissan Leaf für eine Mobilität ohne Emissionen sorgen.
Die Fahrleistungen entsprechen locker vergleichbaren Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Ein Kleinwagen ist Leaf auch nicht eben mit einer Länge von 4,45 m, einer Breite von 1,77 m und der Höhe von 1,55 m. Es ging Nissan darum, kein weiteres Nischen-Elektroauto zu bauen: “Unser Fahrzeug ist ein richtiges Auto. Sie können es mit 140 Stundenkilometern fahren, vier oder fünf Passagiere fahren bequem mit.”

Bleibt noch das kleine Problem der “Reichweiten-Angst”, denn die Akkutechnik wird auf absehbare Zeit die Reichweite von Elektrofahrzeugen deutlich begrenzen. Mit 160 km erreicht Leaf eine typische Reichweite von Elektroautos. Nissan will aufkommende Befürchtungen mit einer Informationsflut für den Fahrer bekämpfen.
Das System nennt sich EV-IT und arbeitet mit dem integrierten Navigationssystem zusammen. Es zeigt ständig den Radius an, in dem sich das Fahrzeug mit der gegenwärtigen Akkuladung bewegen kann. Es rechnet mit, ob das Fahrzeug das eingegebene Ziel erreicht. Nicht zuletzt informiert es über Ladestationen innerhalb der gegenwärtigen Reichweite.
Der Fahrer kann auch online oder per Handy den Ladezustand abrufen. Eine Textnachricht informiert, wenn die Batterie voll geladen ist. Klimaanlage wie Ladefunktionen sind per Mobiltelefon zu steuern, das Nachladen der Batterien auch über einen Timer zu programmieren.
Nissan hält das bordeigene IT-System für “einen entscheidenden Vorteil”. Das mit einem Datenzentrum verbundene EV-IT kann rund um die Uhr Fahrzeugdiagnosen liefern, Informationen und Entertainment.

Dann wäre da noch die Preisfrage. Kann der vollelektrische Nissan Leaf mit den konkurrierenden Hybridfahrzeugen Toyota Prius und Honda Insight preislich mithalten? Zahlen wollte Nissan noch nicht nennen, signalisierte aber einen relativ günstigen Preis.
Nissan wiederum erklärte, ohne Batterie komme das Fahrzeug nicht teurer als ein vergleichbares Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Offenbar will Nissan die Fahrzeuge verkaufen und die Batterien an die Kunden leasen. Die Betriebskosten je Kilometer sollen dabei unter dem Strich geringer kommen als bei einem Benziner.
http://de.nissan.ch/#vehicles/electric-vehicles/electric-leaf/leaf
« zurück